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8 neue EU-Richtlinien

Am 29.03.2014 wurden 8 neue Richtlinien im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Zum 20.04.2016 endete die Übergangsfrist und die neugefassten Richtlinien sind in Kraft getreten.

  • Richtlinie über Explosivstoffe für zivile Zwecke 2014/28/EU
  • Richtlinie über einfache Druckbehälter 2014/29/EU
  • Richtlinie über elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) 2014/30/EU
  • Richtlinie über nicht selbstständige Waagen 2014/31/EU
  • Richtlinie über Messgeräte 2014/32/EU
  • Richtlinie über Aufzüge und Sicherheitsbauteile für Aufzüge 2014/33/EU
  • Richtlinie über Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen (ATEX) 2014/34/EU
  • Richtlinie über elektrische Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb bestimmter Spannungsgrenzen (Niederspannungsrichtlinie) 2014/35/EU

Allgemeine Neuerungen

Vor allem die Änderung der Niederspannungsrichtlinie sowie der EMV-Richtlinie betreffen zahlreiche Unternehmen. Diese sind relevant für unzählige Elektronikprodukte (EMV) bzw. nahezu alle Produkte mit einer Betriebsspannung zwischen 50 und 1.000 Volt (AC) bzw. 75 und 1.500 Volt (DC).

In den neuen Richtlinien wurde die Pflicht zur Durchführung und Dokumentation einer Risikoanalyse und Risikobewertung im Rahmen der Erstellung der technischen Unterlagen aufgenommen. Stark vereinfacht besteht die Risikoanalyse und -bewertung in einer Auflistung aller denkbaren vom Produkt ausgehenden Risiken (in allen Lebensphasen), einer Einschätzung dieser Risiken (Schadensausmaß, Eintrittswahrscheinlichkeit), einer Risikobewertung (hinreichend gering?) sowie Maßnahmen zur Risikominderung. Eine gute Orientierung bieten derzeit beispielsweise die Norm DIN EN ISO 12100 zur Risikobeurteilung und -minderung bei Maschinen oder der eng daran angelehnte 2014 veröffentlichte CENELEC Guide 32 zur Risikobeurteilung und -minderung bei Niederspannungsgeräten. Teilweise enthalten jedoch auch zu den verschiedenen Richtlinien veröffentlichte harmonisierte Normen spezifischere Hinweise.

Auch finden sich in mehreren Richtlinien neue Ausnahmen wie zum Beispiel für Erprobungsmodule, die ausschließlich in Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen verwendet werden. Es sollte jedoch beachtet werden, dass derartige Definitionen in der Regel sehr eng (Begriff "ausschließlich") ausgelegt werden.

Neu ist ebenso die explizite Darstellung der Pflichten von Herstellern, Importeuren und Händlern. Beispiel Niederspannungsrichtlinie: Die 1. ProdSV (Umsetzung der Niederspannungsrichtlinie in nationales Recht) definiert auch schon bisher Voraussetzungen für das Bereitstellen elektrischer Betriebsmittel. Jede Abgabe ("Handel") stellt gemäß ProdSG eine Bereitstellung dar. In der Praxis kam es jedoch zu unterschiedlichen Interpretationen hinsichtlich der Pflichten der einzelnen Wirtschaftsakteure. Mit der neuen Niederspannungsrichtlinie (2014/35/EU) sind die Pflichten nun konkret aufgeführt.

Positiv hervorzuheben ist beispielsweise die Umsetzung eines weitgehend vergleichbareren Aufbaus der neuen Richtlinien in Anlehnung an die möglichen Rollen eines Unternehmens als Hersteller, Importeur oder Händler.

Was muss ein Unternehmen jetzt tun?

  • Sichten Sie frühzeitig diejenigen neuen Richtlinien mit Relevanz für Ihre Produkte.
  • Bereiten Sie als Hersteller eine Anpassung des Konformitätsbewertungsverfahrens vor (z. B. hinsichtlich Risikoanalyse und -bewertung).
  • Bereiten Sie als Hersteller die Anpassung der technischen Unterlagen (z. B. Konformitätserklärungen) vor.
  • Prüfen Sie als Importeur, ob Pflichten zur Anbringung Ihres Namens und Ihrer Anschrift (evtl. auch schon heute) bestehen.
  • Erarbeiten Sie als Händler Prozesse für (Stichproben-)Prüfungen entsprechend Ihrer Kontrollpflichten.
  • Stellen Sie sicher, dass die Lieferkette langfristig nachvollzogen werden kann.
  • Hersteller: Überprüfen Sie als Hersteller bei dieser Gelegenheit evtl. auch die Aktualität Ihrer derzeitigen Prozesse, Dokumente, etc.

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Technische Dokumentation

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Vertrieb
Technische Dokumentation

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